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Tag 44-46 | Ankunft in Barbados und warum wir hier nicht bleiben dürfen

Aktualisiert: Juni 1

Sonntag, 22.12.2019 bis Dienstag, 24.12.2019 | Barbados



Schon von Weitem können wir auf dem Boot die ersten Gerüche wahrnehmen. Der Geruch von Wald und Rauch liegt in der Luft. Gebannt starren wir eine gefühlte Ewigkeit auf dieses Stückchen Festland vor uns. Aus einem unscharfen Punkt entwickeln sich immer konkreter werdende Formen – ist das dort eine Felswand? Seht, ein Strand! Und so viel Grün! Kaum zu glauben, nun sind wir wirklich fast da. Das Boot bringt uns immer näher Richtung Barbados – unserem Ziel nach knapp 18 Tagen auf dem Atlantik. Schnell gehen wir alle noch einmal eimern, damit wir halbwegs frisch auf der Insel ankommen.

Foto: Festland! Am Horizont sind die ersten Umrisse der Insel und Lichter zu erkennen!



"Weihnachten? Stimmt, da war ja was."


Währenddessen schaltet Ron das Radio ein – und holt uns in die Realität zurück – uns schallt Maria Carey mit ihren Weihnachtsliedern entgegen. Merry Christmas? Wir schauen uns alle an und fangen an zu lachen. So sind die Barbadianer also drauf, wie uns der Radiosprecher kurze Zeit später bestätigt. Hier wird Weihnachten groß gefeiert. Weihnachten. Stimmt, da war ja was. Puh, in Weihnachtsstimmung ist hier keiner an Bord.


Heute ist der 22. 12. 2019 und uns wird fröhlich munter mitgeteilt, dass die Geschäfte am 24.12. und 25.12. geschlossen bleiben. Wir behalten diese Info im Hinterkopf, während wir uns auf die Ankunft vorbereiten. Wir funken den Hafen an, um zu erfahren, wo wir hin müssen. Wir merken schnell, dass die Barbadianer nicht die deutlichste Aussprache haben. Zum Glück sprechen sie Englisch, aber trotz unserer guten Englischkenntnisse schauen wir vier verwirrt auf das Funkgerät und rätseln, wer oder was da gesprochen hat.


Nach mehreren Anläufen glauben wir zu wissen, wo wir anlegen dürfen und machen uns auf den Weg zum Hafen, vorbei an riesigen Kreuzfahrtschiffen schlängeln wir uns zum Steg Nummer 1. Uns fliegt Kantinen- und Ölgeruch entgegen. Mhmm, willkommen zurück in der Zivilisation. Mein Magen wird aber auch aus einem anderen Grund unruhig: der erste Schritt auf festem Boden. Wie wird es sein? Ich habe von vielen gehört, dass man sich ein wenig betrunken fühlt, sobald man das Schiff nach so langer Zeit wieder verlässt. Immerhin hat man nach mehreren Wochen den eigenen Körper erfolgreich ausgetrickst und an den Wellengang gewöhnt. Jetzt soll er plötzlich wieder ohne Wellen gerade stehen? Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, aber jetzt fühle ich mich auf dem Boot tatsächlich (tritt)sicherer und wohler! Naja, da müssen wir durch.


Das Anlegen klappt ohne Probleme und dann ist es soweit – wir betreten Festland…und fallen fast hin. Dass es wackelig wird, habe ich mir schon ausgemalt. Aber so ausgeprägt hätte ich es mir nicht vorgestellt. Ich erinnere mich an meinen schlimmsten Alkoholabsturz in der Studienzeit zurück– bin ich da auch so sehr umhergewankt? Bestimmt sieht es nicht so schlimm aus… wieso gucken denn die Kreuzfahrt-Touris so? Ich laufe doch fast gerade. Nach ein paar Schritten wird es besser, nur wenn man stehen bleibt, fängt sich alles zu drehen an. Und diese Hitze. Was haben die hier? 50 Grad? Können wir bitte aufs Boot zurück?


Leider nein, stattdessen müssen wir zum Einchecken ins „immigration office“, dort werden wir zuvor aber zum Gesundheitscheck ins „health office“ geschickt. Beim letzten Posten angekommen, wird uns erklärt, dass man als Bootscrew andere Visabestimmungen hat als normale Flugzeug-Urlauber. Vor Fahrtbeginn hatten wir online von eimem 30 Tagen Touri-Visum gelesen und uns schon in unseren Träumen einen Monat lang in der Karibik gesehen…nun platzt unsere rosa Blase, als der bestimmte, aber sehr freundliche Hafenoffizier erklärt:


„Als Bootscrew bekommen Sie ein 7 Tages-Visum. Bleiben Sie in der Zeit auf dem Boot, ist ihr Kapitän für Sie verantwortlich. Wenn er aber in wenigen Tagen ohne Sie abfährt, sind Sie illegal auf der Insel und das möchte niemand. Sie müssen also innerhalb der nächsten 7 Tage Barbados verlassen. Haben sie ein Ausreise-Flugticket?“


Ähm nein, haben wir nicht. Wir sind so ehrlich und sagen, dass wir eigentlich länger als 7 Tage auf dieser wunderschönen Insel bleiben und wir ohne Flugzeug reisen wollen. Wir dachten daran, mit einer Fähre weiter zu reisen. Er sieht uns fragend an.


„Sie haben also kein Flugticket als Ausreiseticket und Sie werden auch nicht mit dem Boot weiter reisen?“


...


Yes, Sir!“ sagt Lukas vorsichtig.


Tja, dann sage ich Ihnen, wie es hier läuft. Ich gebe Ihnen 48 h Zeit, um sich etwas einfallen zu lassen. Heute ist Sonntag, gehen Sie direkt morgen Früh in ein Reisebüro und buchen Sie sich ein Flugticket, das sie innerhalb der nächsten 7 Tagen von der Insel bringt. Verstehen Sie? Wenn Sie länger als 7 Tage hier bleiben möchten, brauche ich sämtliche Unterkunftsnachweise für jede einzelne Nacht sowie ein Flugticket mit ihrem Wunschabreisetag im Voraus – innerhalb der nächsten 30 Tage versteht sich. Und denken Sie daran, dass wir am 24.12. Nur bis 12 Uhr geöffnet haben. Es ist schließlich Weihnachten. Kommen Sie also direkt morgens hier her.


„Und wenn wir länger als 7 Tage bleiben wollen, brauchen wir Unterkunftsnachweise im Voraus? Also für so viele Nächte, wie wie hier bleiben wollen?“


„Yes, Sir! Wie ich bereits sagte.“


„Von jeder einzelnen Nacht?“


„Exakt.“


„Okay.“


Wir schlucken schwer. So haben wir uns das Paradies Karibik nicht vorgestellt. Wo sind die Blümchenketten zur Begrüßung? Oder ein Begrüßungscocktail? Stattdessen Strammstehen und mit „Yes, Sir!“ antworten. Ganz so streng ist es natürlich nicht, aber ich komme mir schon ein wenig wie in den Filmen Police Academy vor. ;) Vor allem ist es gar nicht so leicht, einen seriösen Eindruck zu machen, wenn sich alles dreht und man selbst kaum gerade stehen kann. Schon allein das Ausfüllen des Einreiseantrags ist ein Abenteuer, wenn der Offizier „Bitte hier unterschreiben!“ sagt und die Linie einfach davon tanzt.


Wir bekommen immerhin einen schicken Stempel als Nachweis, dass wir Bootscrew sind und uns für die nächsten 7 Tage auf der Insel frei bewegen dürfen. Und der kann sich sehen lassen:


Foto: Juhu, der erste Stempel im Reisepass!



Danach geht es wieder zum Boot, denn hier im Hafen dürfen wir nicht bleiben. Wir müssen vor der Küste ankern. Also zurück aufs offene Wasser und das Dingi aufbauen. Denn wir alle wollen nur Eins: ab ans Land und etwas Essbares finden. Über die Sache mit dem Hafenoffizier können wir später noch nachdenken. Erst einmal den Hunger stillen.


Bei 3 Wochen Überfahrt lässt sich eine Sache nicht vermeiden: das Träumen von Essen! Um genau zu sein, von Gelüsten. Jeder von uns hatte dieses eine Gericht, das uns buchstäblich über Wasser gehalten hat. Lukas und ich hatten furchtbare Gelüste auf Pizza. Und die wollen wir nun endlich stillen!


Es ist 14 Uhr, als wir in das offizielle Stadtleben von Bridgetown eintauchen. Wir schwanken durch die Straßen auf der Suche nach einem Restaurant. Unschlüssig stehen wir vor mehreren Tafeln, die uns die Auszüge der Speisekarten zeigen. Wie ist noch einmal die Umrechnung von Barbados-Dollar in Euro? Ist das hier nun ein teures Restaurant? Lieber weiter suchen. Mit knurrenden Magen und zittrigen Beinen versuchen wir nebenbei noch, mit all den Sinneseindrücken klar zu kommen. Quietschbunte Häuschen, überfüllte Straßen, auf denen sich die Menschenmassen wie Ameisen aneinander vorbeischlängeln – alle sind im Weihnachtsstress auf der Suche nach den letzten Geschenken. Stände reihen sich aneinander, dahinter die Verkäufer, die quer über die Straße lautstark ihre Waren anpreisen. Und wie es duftet: angeschnittenes Obst, Gewürze, Parfums der Menschen. Wie gut die Menschen hier duften! Nach 3 Wochen Meeresduft eine wahre Reizüberflutung für unsere eingeschlafenen Sinnesorgane. Übrigens schaukelt immer noch alles. (Leider sind wir deshalb auch nicht in der Lage, aussagekräftige Fotos zu machen. Ups!)


"Wir dehnen unsere Mägen auf schon vergessene Ausmaße. Jetzt fehlt nur noch ein Bier, finden die Jungs."


Völlig erschöpft finden wir nach einer Stunde ein kleines Café, das selbst gemachte Smoothies anbietet. Jeder gönnt sich direkt 2x 400 ml Smoothies, die hier so dick wie Fruchtsorbets sind – und genauso kühlend. Mango-Passionsfrucht, Kokos-Ananas und Minze. Warme Gerichte servieren die hier auch noch – wir sind im Schlemmerparadies. Wir essen zwar keine Pizza, dafür aber Avocado-Toast, belgische Waffeln und Shakshouka – einem arabischen Tomatengericht. Wir dehnen unsere Mägen auf schon vergessene Ausmaße. Jetzt fehlt nur noch Bier, finden die Jungs. Im Café gibt’s keins, aber der Kellner verspricht, uns welches zu besorgen. Er schickt einen Kollegen los. Welch ein Service! Eine halbe Stunde später gibt’s gekühltes Banks, barbadianisches Bier. Ich verzichte, probiere trotzdem gern ein Schlückchen. Schmeckt wie ein perfektes leichtes Sommerbier. Bei der Hitze auch ganz gut, dass es nur 4,2 Umdrehungen hat.


Nach dieser Erholpause trennen wir uns für 1 Stunde, denn wir haben ja eine Aufgabe zu erfüllen, wie wir uns ungern erinnern. Wir brauchen Internet. Leider sind wir aus Europa sehr verwöhnt, in jedem Lokal kostenloses Wlan zu bekommen, hier müssen wir richtig suchen. Eine halbe Stunde später sitzen wir bei Smoothie Nr. 3 in einer Saftbar und staunen nicht schlecht. Wir haben schon mehrmals gehört, dass Barbados zu den teueren karibischen Inseln gehört. Aber Hotelpreise ab 150 Euro aufwärts? Man kann auch übertreiben.


Wir haben wieder einen klassischen Lukas-Sandra-„wir-können-uns-nicht-entscheiden-Moment“. Die günstigste Bleibe finden wir über Airbnb, allerdings etwas außerhalb und für Airbnb bräuchten wir etwas mehr Zeit, um die nötigen Informationen mit dem Gastgeber auszutauschen. (Wann können wir anreisen? Gibt es eine Waschmaschine? etc.) Immerhin wollen wir uns in 15 Minuten mit Ron und Jürg treffen und haben nur noch dementsprechend wenige Minuten Internet.


Einfacher wäre es, ein Hotelzimmer zu buchen und im Laufe des Abends hinzugehen. Günstigstes Hotelzimmer, das wir finden: 178 Euro die Nacht. Dafür allerdings direkt am Strand in Bootsnähe, vermutlich gutes Internet, mit Badewanne, zwei Queensize-Betten und Balkon. Das ist eigentlich ein Zimmer für 4 Leute, aber wie gesagt, es ist das günstigste, was wir finden können...


Lukas findet, es ist zu teuer, das können wir uns nicht leisten. Wir könnten auch noch eine Nacht auf Rons Boot bleiben, er hat bestimmt nichts dagegen. Ich sage, ja es ist teuer, aber wir können es uns leisten. Und eigentlich wollen wir nicht auf dem Boot schlafen. Außerdem brauchen wir Internet.

Was also tun? Wie immer in solchen Situationen fokussieren wir uns auf das Wesentliche. Was ist uns wichtig? Wäsche waschen! Schnell in einer Unterkunft sein. Ein Bett. Eine Dusche! Und in 5 min am Treffpunkt mit Ron und Jürg sein. Unter Zeitdruck zu entscheiden ist eine wunderbare Übung für die eigene Intuition…wir buchen uns zwei Nächte im Hotel ein und gehen zurück zu Ron und Jürg.



Foto: Vor dem Strand ankern die Segelboote, die nicht im Hafen anlegen dürfen.



Auf dem Boot bietet Ron uns an, uns mit dem Dingi zum Hotel zu fahren. Irgendwo wird es bestimmt eine Anlegestelle am Hotel geben. Nachdem wir alles gepackt und unsere Kajüte aus- und aufgeräumt haben, beschließen wir, dass Ron und ich zuerst fahren. Denn in einem Dingi passen nur drei Leute rein. Bei Einbruch der Dunkelheit düsen Ron, mein Backpack und ich also los. In meiner Hosentasche mein Handy. In den nicht wasserdichten Außentaschen meines Backpacks unsere beiden Reisepässe, die ich nach der Frage „Nimmst du sie oder soll ich sie einpacken?“ auf die Schnelle eingepackt hatte. Warum ich das betone? Weil es gleich nass wird.


„Oh nein, das ist nicht gut!“ kann Ron gerade noch sagen, als uns die Welle auch schon unter sich begräbt.


Wir fahren also Richtung Hotel, das wir schon von Weitem erspähen können, auf der Suche nach einem Anlegesteg. Wir werden begleitet von einer leichten Brise und leichten Wellen, die sich jedoch in der Brandung zu mannshohen Türmen brechen. Hier gibt es keinen Anlegesteg und die Wellen sind zu gefährlich. Fahren wir lieber zurück. Während wir das beschließen, bemerken wir, dass uns die Strömung schon ziemlich nah in Ufernähe getrieben haben. Als wir umkehren wollen, sehen wir hinter uns plötzlich einen solchen Wasserturm auf uns zurollen. „Oh nein, das ist nicht gut!“ kann Ron gerade noch sagen, als uns die Welle auch schon unter sich begräbt. „Hey, immerhin sind wir nicht gekentert!“ dachte ich noch erleichtert. Aber auch die nächste Welle nimmt uns mit und drängt uns immer mehr Richtung Ufer. Damit wird es immer schwieriger, uns aus dieser Situation zu befreien. Für den Motor ist Salzwasser alles andere als gut, doch mit jeder Welle kommt neues Wasser ins Boot. „Kannst du hier stehen?“ fragt Ron deshalb nach einer Weile. Ich klettere aus dem Dingi und nehme meinen Backpack entgegen. „Ich versuche zurück zu fahren. Lukas muss dann über den Landweg zum Hotel finden. Vielleicht kannst du ja schon einchecken.


Und so stehe ich da, knietief im Wasser, mit meinem nassen Backpack auf dem Rücken und einen tropfenden Stoffbeutel in der einen Hand, in dem wir unsere letzten frischen Klamotten gesteckt hatten. In der anderen Hand meine nasse Ukulele, die durch die Wellen vom Backpack gelöst wurde. Nächstes Mal besser sichern, denke ich und beobachte, wie Ron gegen die Wellen kämpft. Anfangs vergeblich, doch irgendwann mit Erfolg. Ich sehe ihm so lange hinterher, bis er in der Dunkelheit verschwindet. Erst dann schaue ich mich um.


Kurzer Check der Lage: Ich bin nass bis auf den Schlüppi, mein Handy vermutlich auch. Habe ich etwas Wertvolles im Backpack? Oh verdammt, die Reisepässe! Aber immerhin sind die anderen technischen Geräte bei Lukas. Ich setze meinen Backpack ab und packe mein Handy in die wasserdichte Tasche am Backpack. Vielleicht ist es ja noch zu retten. Die Reisepässe sehen gut aus dank extra Passhüllen (danke liebe Familie für dieses Geschenk!), sie können erst einmal bleiben, wo sie sind. Die restlichen Klamotten sind durch. Nicht so gut. Aber da: meine Wanderschuhe! Randvoll mit Wasser gefüllt. Zum ersten Mal bin ich nicht froh darüber, dass sie wasserdicht sind. Ich leere das Wasser aus den Schuhen und knote sie wieder an der Außenseite des Backpacks fest. Ziemlich doof, die werden Ewigkeiten zum Trocknen brauchen.


Aber gut, so weit, so gut. Weiter mit dem Lagebericht: Ich bin am Strand. In Barbados. In der Karibik. Es könnte so himmlisch sein. Spaß beiseite, weiter hinten sehe ich das Hotel, auf der anderen Seite eine Gruppe Leute. Zum Glück ist es immer noch tropisch heiß, auch wenn die Sonne schon untergegangen ist.


Das Hotel ragt wie ein Kirchturm im Dorf aus den umgebenden Gebäuden hervor. Der Weg kann schon nicht so schwer sein. Ich laufe am Strand entlang. Bei jedem Schritt geben meine Schuhe schmatzende Geräusche von sich. Die Situation erscheint mir plötzlich urkomisch und ich muss lachen. Wieder eine neue Erfahrung.


Das Lachen vergeht mir allerdings, als der Weg nach ca. 15 Minuten endet. Ich stehe an der Rückseite des Hotels, doch vor mir ein meterhoher Zaun. Absolute Strandnähe ist treffend, finde ich, aber wie komme ich als Hotelgast vom Strand ins Hotel?


Ich folge dem Zaun und sehe kurze Zeit später ein Schild, das sagt: Zutritt nur für Mitglieder des Tennisclubs!! Dies ist kein Weg zur öffentlichen Straße!!!! Wie diskriminierend! Als wäre es mit weniger Ausrufezeichen nicht genauso deutlich gewesen. Ich sehe an mir herunter, überall nass, hier und da tropfend, und voller Sand… ich versuche es trotzdem.


2 Minuten später trotte ich zurück zum Wasser. Das Ziel so nah und doch so fern. Ich laufe zurück bis zur Stelle, an der ich gestartet bin. Kein Zugang zur Straße weit und breit. Dafür Grundstück an Grundstück, Zaun an Zaun. Bei einem halte ich an und frage eine Art Nachtwächter. „Entschuldigung, Sir, ich habe mich verlaufen. Ich suche einen Weg zum Hotel. Können Sie mir sagen, wie ich zur öffentliche Straße finde?“ Ich habe Glück.


Na, na, na, was bringt dich dazu zu glauben, du hättest dich verlaufen? Vor dir ist ein Tor, mach es auf und komm her. Ich bringe dich zur Straße!“ Ich schaue ihn misstrauisch an. Eigentlich fühle ich mich ziemlich sicher - immerhin bin ich pitschnass und war 18 Tage auf dem Atlantik ohne richtige Dusche...also ich würde mich nicht überfallen... außerdem wirkt er vertrauenswürdig und so öffne ich das Tor. Wir laufen über das Grundstück und ich erzähle ihm, was passiert ist. Er staunt nicht schlecht. „18 Tage auf dem Atlantik, das ist ja der Wahnsinn und bestimmt eine tolle Erfahrung.“ Später fragt er: „Was ist das für ein kleines Instrument in deiner Hand?“ „Eine Ukulele, nun ja, jetzt eine nasse Ukulele, aber ich hoffe, dass sie das Salzwasser überlebt.“


4 Sterne Hotel mit rotem ausgerollten Teppich, goldener Rezeption und Wächterhäuschen in der Einfahrt. Holla die Waldfee!


3 Minuten später stehe ich an der Straße. Ich bedanke mich höflichst für seine Hilfe und sein Vertrauen und befinde mich endlich auf dem richtigen Weg. 20 Minuten später laufe ich mit skeptischem Blick am Eingang des besagten Tennisclubs vorbei und finde endlich das Hotel… 4 Sterne mit rotem ausgerollten Teppich, goldener Rezeption und Wächterhäuschen in der Einfahrt. Holla die Waldfee! Ich gehe ein Stück weiter. Ich versuche, den Sand von mir abzuklopfen, was auf nassen Sachen weniger gut funktioniert. Was mache ich jetzt? Lukas hat die Kreditkarten und die Reservierung auf seinem Handy. Einchecken kann ich also vergessen. Soll ich hier warten oder an der Rezeption fragen, ob ich drinnen warten darf?


Nach einigem Hin und Her pfeife ich auf mein Erscheinungsbild und gehe zur Rezeption. Ich erkläre meine Situation und darf tatsächlich drinnen warten. Dass ich baden gegangen bin, erzähle ich nicht. Da spricht die Spur aus einem Sand-/Wassergemisch, die ich mit jedem Schritt hinterlasse, für sich. Natürlich gibt es hier in der Lobby nur Stoffsessel. Egal, einfach hinsetzen und nicht darüber nachdenken, ob man vielleicht einen Wasserfleck hinterlässt.


"Eine Sache haben wir schon jetzt gelernt: Duschen ist purer Luxus und wurde von uns bisher nicht vollends zu schätzen gewusst."


30 min später werfe ich alle Sachen von mir und springe frierend unter die Dusche. Mit der Klimaanlage in der Lobby wurde es dann doch etwas frisch. Aber immerhin ziert jetzt ein schöner runder Wasserfleck den Sessel dort, umgeben von feinen Sandkörnern. Hihi!


Was für ein Gefühl. Die erste Dusche nach 3 Wochen eimern! Und so warm. Und so viel. Und die Seife! Sogar Shampoo und Spülung gibt’s vom Hotel. Ein Traum! Eine Sache haben wir schon jetzt gelernt: Duschen ist purer Luxus und wurde von uns bisher nicht vollends zu schätzen gewusst.


Danach der nächste Luxus: ein Bett! Wir kommen aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Übermüde und überglücklich liegen wir das erste Mal seit über einem Monat wieder außerhalb eines Bootes in einem Bett. Mit schaukeligem Gefühl schlafen wir getreu dem Motto ein, das uns die letzten Wochen begleitet hat: „Im Liegen ist’s erträglicher.“



Der nächste Morgen beginnt mit einer To-Do-Liste. Denn unsere Zeit läuft – uns bleibt noch ein Tag bis zu unserem Termin mit dem Hafenoffizier. Wir suchen online nach Unterkünften und Flügen. Schnell wird uns klar: das bringt nichts. Alles viel zu teuer. Barbados gehört tatsächlich zu den teueren Inseln der Karibik. Also doch nicht so lange hier bleiben?


Wir suchen stattdessen nach einem Reisebüro und finden eins in der Nähe von Rons Boot. Das durfte mittlerweile in den „Hafen“ der Insel einfahren. „Hafen“ deshalb, weil es kein gewöhnlicher ist. Er besteht nämlich nur aus einem Becken mitten in der Stadt, in dem sich die Boote wie die Hühner auf der Stange aneinanderreihen. Versorgungsanlagen sucht man hier auch vergeblich. Abgesehen von Strom- und Wasseranschluss fürs Boot findet man hier weder Waschräume noch ein Hafenbüro und zu unserer größten Enttäuschung: auch keinen Waschsalon. Nach drei Wochen auf See hatten wir noch 1 frische Unterhose und 1 frisches Shirt für jeden von uns. Dummerweise waren die gestern in dem Stoffbeutel, der mit mir baden gegangen ist. Wir haben zwar gestern Abend noch versucht, alles Nasse irgendwie auszubreiten und aufzuhängen. Aber Wäsche, die auf See drei Wochen lang mehr oder weniger lang getragen wurde und dann auch noch in Salzwasser getunkt wurde,…duftet einfach nicht mehr sonderlich frisch. Und wird auch nicht so schnell trocken. Also haben wir keine frische bzw. trockene Unterwäsche mehr. Da bleibt nur eine Lösung:


Ohne Unterwäsche geht’s deshalb für uns zum Reisebüro. Ich habe Glück und finde in Lukas‘ Backpack noch ein Kleid von mir. Und FlipFlops habe ich auch dabei. Outfit fertig. Lukas zwängt sich nach langem Zögern in eine Hose und Shirt. Wir machen nun also auch zum ersten Mal die Erfahrung, ohne Unterwäsche aus dem Haus zu gehen. Sieht ja keiner…


Auf seinem Rücken trägt Lukas seinen Backpack mit den Klamotten, die am Dringendsten gewaschen werden müssen. Waschsalon und Reisebüro – das sind unsere Aufgaben für heute. Wir klappern zwei Waschsalons ab – beide können unsere Wäsche nicht annehmen, denn aufgrund der Weihnachtstage sei zu viel zu tun. Es gibt auf Barbados leider keine Selbstbedienungsläden, nur chemische Reinigungen, bei denen man seine Kleidung abgibt und erst nach einigen Tagen wieder abholen kann. So viel Zeit haben wir leider nicht. Also weiter mit den Stinkeklamotten, auf zum Reisebüro. Dort treffen wir auf eine geduldige Mitarbeiterin, die wie alle Barbadianer schon festlich glänzt und geschmückt ist – nicht zum letzten Mal sehen wir künstliche Fingernägel im Weihnachtslook, passendem Haarschmuck und überdimensional große, weihnachtliche Anstecker an der Bluse.


Wir erklären unsere Situation. Sie versteht uns nicht und so versuchen wir es erneut. Uns schauen fragende Augen ungläubig an.


„Sie sind hier auf diese Insel ohne Ausreiseticket gekommen?“


„Ja, und jetzt brauchen wir ein solches. Wir möchten gern nach Südamerika fliegen, egal wohin, vielleicht Uruguay, aber so schnell es geht, weil wir nur 7 Tage hier bleiben dürfen.“


„Mhmm… so einen Fall hatte ich auch noch nicht. Lassen Sie mich kurz überlegen. Wenn Sie von Barbados nach Südamerika fliegen, brauchen Sie von dort ein Rückflugticket nach Barbados. Denn wie wollen Sie im Flughafen von Barbados erklären, wie Sie von Südamerika weiterreisen?“


Aber wir wollen gar nicht zurück nach Barbados. Wir brauchen nur ein Hinflugticket, danach reisen wir über den Landweg durch die südamerikanischen Länder.“


„Das geht nicht! Ich kann Ihnen nicht nur ein Einweg-Ticket verkaufen. Sie brauchen auch ein Rückflugticket, sonst lassen sie Sie nicht ins Land, und vielleicht auch gar nicht erst ins Flugzeug. Die Leute am Flughafen in Barbados sowie in Südamerika werden den Nachweis wollen, wann Sie Südamerika wieder verlassen.“


Das verstehen wir nicht. Wir wollen nicht unnötig fliegen.


„Können wir das an einem Beispiel durchrechnen?“


„Angenommen, Sie fliegen übermorgen nach Argentinien und nach 2 Monaten wieder nach Barbados, wären das ca. 3.000 US-Dollar. Da Sie über Weihnachten fliegen würden, ist es etwas günstiger.“


Hahahaha, nein.


„Und was ist mit einem Hinflugticket von Barbados nach z.B. Uruguay und einem Rückflugticket von z.B. Peru nach Japan ein halbes Jahr später?“


„Das muss ich überdenken! Dieser Fall ist außergewöhnlich. Lassen Sie mich mal bis morgen Früh überlegen. Kommen Sie gegen 9 Uhr noch einmal her, vielleicht fällt mir noch etwas ein.“


Niedergeschlagen, aber dennoch dankbar für die Hilfe verlassen wir das Reisebüro und treffen uns mit Ron und Jürg zum Mittagessen. „Ungewöhnlich. Einfach nur ungewöhnlich. Wie haben das andere Weltreisende gemacht, die zuvor ohne Ausreisetickets gereist sind? Wir sind doch nicht die ersten, die nach Südamerika fliegen und dort die Länder über den Landweg bereisen wollen“ fragen wir uns. „Ich habe mal was von Tickets gelesen, die es eigentlich gar nicht gibt. Die kann man günstig erwerben und sind von echten Tickets nicht zu unterscheiden.“, sagt Ron. Aber mit Fake-Tickets am Flughafen in Südamerika stehen?


Wir fassen unsere Möglichkeiten zusammen:


  1. Wir fliegen innerhalb der nächsten Tage nach Südamerika, mit einem offiziellen Rückflugticket nach Barbados (wir beschließen, das später noch einmal online zu recherchieren) und geben viel Geld fürs Fliegen aus.

  2. Wir bleiben auf der Insel und suchen uns heute noch für alle Tage eine Unterkunft und am Ende einen Rückflug…und geben noch mehr Geld für Unterkünfte und fürs Fliegen aus.

  3. Wir suchen uns ein anderes Boot, ohne Hafen, ohne Internet. (Da hinten winkt doch schon wieder die Seekrankheit!)

  4. Wir bleiben auf Rons Boot und fahren mit zur nächsten karibischen Insel, die uns aber weiter nördlich führt und die Frage offen lässt, wie wir südamerikanisches Festland erreichen?



Wieso widerstrebt es euch so sehr, Geld auszugeben?“


Wir seufzen, weil uns die Alternativen nicht wirklich rosig erscheinen. Zeit für die letzte Lektion, die wir von Jürg lernen dürfen:Wieso widerstrebt es euch so sehr, Geld auszugeben?“ fragt er, als wir alle stumm vor uns in die Runde starren.


„Weil wir nur ein gewisses Budget zur Verfügung haben und noch ein wenig reisen wollen. Wenn wir kein Geld mehr haben, dann wäre unsere Reise vorbei. Dabei sind wir gerade einmal knapp zwei Monate unterwegs.“


Ich kann nur wiederholen, was ich bereits auf dem Boot gesagt hatte: Wenn ihr erkennt, dass Hindernisse im Außen nur Spiegel zu eurem Inneren sind, werdet ihr verstehen, dass es sich in Wahrheit um innere Konflikte handelt, und darum, welche Wunden geheilt werden wollen. Solange ihr diese nicht heilt, werdet ihr immer wieder auf solche Hindernisse stoßen. Damit ihr immer wieder die Chance bekommt, eure inneren Konflikte zu heilen. 100 Euro sind 100 Euro, egal wofür man sie ausgibt. Ob du davon essen gehst oder eine Unterkunft bezahlst, ist dabei völlig egal. Der Geldwert bleibt der gleiche. Das Problem ist der Mensch, der den Ausgaben unterschiedliche Wertigkeiten gibt. Wenn du 100 Euro hast und es heute für etwas ausgeben kannst, was dir wirklich Freude macht, warum dich dann nicht heute glücklich machen?“


Wir schweigen eine Weile.


Das sagt sich so leicht, wenn es um einmalige Ausgaben geht. Aber langfristig betrachtet müssen wir doch auf unser (Reise)budget achten. Wenn wir nur noch 100 Euro übrig hätten, könnten wir auch günstig essen und unterkommen, um länger zu reisen, anstatt alles an einem Abend auszugeben. Davon hätten wir doch länger etwas.“ bricht Lukas schließlich das Schweigen.


„Nein, du hättest nur mehrere Tage darauf geachtet, so wenig wie möglich auszugeben, aber hättest dabei das Reisen vergessen. Denn du würdest dich in diesem Fall darauf fokussieren, was und wie viel du ausgeben dürftest und würdest dich somit selbst einschränken. Außerdem würdest du es nicht genießen, das Geld auszugeben. Würdest du das Geld stattdessen für etwas ausgeben, was dich wirklich glücklich macht, wenn du es also genießt und bewusst in diesem Moment, im Hier und Jetzt bist, lebst du. Du weißt gar nicht, ob du „langfristig“ reisen kannst oder vorher stirbst. Aber du weißt, dass du jetzt reist. Das ist, was zählt.“



Dieses Gespräch hat unsere Denkweise über das Reisen stark verändert. Wir sind die Reise Anfang November 2019 angetreten mit dem Wunsch herauszufinden, wie günstig man um die Welt reisen kann. Dabei wollten wir bewusst nicht (fast) ohne Reisebudget starten, wie es andere vor uns versucht und durchaus geschafft haben (sei es mit 50 Euro oder gar ganz ohne Geld). Wir möchten nicht auf diese extreme Art reisen, sondern auf eine Art, wie es jeder von uns nachmachen könnte. Das impliziert für uns nicht, unter Umständen am Straßenrand zu schlafen oder uns tagelang einseitig zu ernähren, weil wir tatsächlich kein Geld haben, wie wir bei einigen anderen Backpackern in Gibraltar oder Las Palmas gesehen haben (außer wir entscheiden uns bewusst dafür).


Dieses Reisen ist möglich, spricht aber nur die wenigsten Menschen an. Auch für uns ist diese Art zu reisen zu extrem. Wir wollen Menschen inspirieren, indem wir erträgliche Alternativen zeigen, die für alle möglich (auch wenn nicht weniger herausfordernd) sind.


Dabei haben wir zu Beginn der Reise ein Tagesbudget gesetzt: wir wollten nicht mehr als 30 Euro für sämtliche Kosten ausgeben. Darin inbegriffen waren Unterkunft, Lebensmittel, Transport, etc. Doch schnell wurde uns klar: das ist zu wenig. Also setzten wir das Budget für Europa höher und das für Südamerika niedriger. Nach dem Motto „Wenn wir jetzt mehr ausgeben, drosseln wir unser Tagesbudget später noch stärker.“ Doch irgendwann hörten wir auf zu zählen und Tagebuch zu führen. Was sich jetzt nach Jürgs Worten auch richtig anfühlt.


"Wir wollen reisen, um zu leben."


Wir müssen nicht wissen, wie viel wir pro Tag ausgeben, solange wir das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren, weswegen wir gestartet sind: das Reisen ….und das Leben. Wir wollen reisen, um zu leben. Stattdessen haben wir bisher tatsächlich viel Zeit damit verbracht, Preise zu vergleichen und möglichst geldsparende Aktivitäten zu finden. Genießen konnten wir das selten.


In Gibraltar und in Las Palmas waren wir z.B. so sehr in die Bootssuche vertieft, um die Kosten für Unterkünfte und Essen so gering wie möglich zu halten. Das hatte zur Folge, dass wir gar nicht dazu kamen, die Inseln zu erkunden. Das wird uns jetzt bewusst.



Am nächsten Morgen, den 24.12.2019, buchen wir einen Flug nach Montevideo, Uruguay und zwar erst für den 28.12.2019, mit einem Fake-Ticket als Ausreisenachweis, druckfrisch vom Reisebüro für einen Fuffi erhalten. Wir haben unsere Herzen entscheiden lassen und sie sagen: Fliegt nach Uruguay, aber genießt noch ein paar Tage lang Barbados. So sei es. Wir packen unsere Sachen und verlassen das Hotel, denn wir ziehen um. Raus aus dem Hotelleben, rein ins wahre Inselleben!


Unsere Sachen sind übrigens immer noch ungewaschen. Wir hatten nach dem Gespräch mit Jürg noch 2 weitere Wäschereien abgefragt, doch leider ohne Erfolg. Wir beschlossen deshalb, wenigstens zwei Unterhosen, ein Shirt und eine Hose pro Person in der Hotel-Badewanne mit der Hand zu waschen. 15 min Wassertreten und danach weitere 15 min mit der Hand kneten…da muss doch jeder Reisende durch! Dank Zeltschnur konnten wir die Sachen an das Balkon-Geländer hängen und über Nacht trocknen lassen.


Fotos: Einmal Handwäsche, bitte! Darauf hätten wir auch früher kommen können!



Für die restliche Wäsche haben wir uns ein AirBnB mit Waschmaschine und Trockner gesucht. Wir ziehen für die nächsten 4 Tage bei Debbie ein und erfreuen uns an dem Genuss frisch gewaschener Wäsche! Fast so gut wie die erste Dusche nach der Atlantiküberfahrt. Debbie ist auch so großzügig und lässt uns die Wäsche unseres Kapitäns bei ihr waschen. Wir sind ja nicht die einzigen mit dem Problem. (Achso, Ron: wir haben aus Versehen noch ne Socke von dir. Ups!).


Den Abend des 24.12.2019 verbringen wir im Meer mit Blick auf den Sonnenuntergang. Wir denken an unsere Familien, die Weihnachten ohne uns verbringen und besinnen uns auf das Wichtigste: wir sind auf Weltreise! Und wir sind bereits seit 7 Wochen unterwegs und sind schon so weit gekommen! Magisch!


Am Abend geben wir uns selbst unser Weihnachtsgeschenk, denn eine Sache steht aus, seitdem wir auf Barbados angekommen sind: unsere Atlantik-Gelüste auf Pizza stillen. Wir schauen nicht auf den Preis, sondern genießen dieses Essen so sehr, dass uns so langsam dämmert, was Jürg meinte. Wir leben jetzt, nicht morgen oder später. Nur im jetzigen Moment können wir unser Leben aktiv gestalten und unsere Angst vor der Ungewissheit auf Morgen loslassen.


Fotos: Da winkt wieder das Schicksal, denn in der Nähe unserer neuen Unterkunft gibt es ein kleines italienisches Restaurant. Pizza, wir kommen!




Seid gespannt auf den nächsten Teil der Barbados-Reihe mit Infos über die Insel, abenteuerlichen Busfahrten und unserer Entscheidung, doch in ein Flugzeug zu steigen!


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